Schlafstörungen

Jeder Mensch benötigt einen erholsamen Schlaf. Rund ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch im Schlaf. Denn ohne die nächtliche Pause ist ein gesundes und aktives Leben nicht möglich.


geschrieben von Dr. A. Heinsen

Schlafstörungen

Jeder Mensch benötigt einen erholsamen Schlaf. Rund ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch im Schlaf. Denn ohne die nächtliche Pause ist ein gesundes und aktives Leben nicht möglich.

Was bringt uns das Schlafen?

- des Gehirns verarbeitet die Reize des Tages
- die Muskulatur des Körpers entspannt sich
- die Haut hat Zeit zur Regeneration
- das Immunsystem tankt Energie

Schlafstörungen sind ein Dauerthema. Jede zweite Frau und jeder vierte Mann klagt über Einschlaf- und Durchschlafstörungen. Schlafräuber Nummer eins ist der Stress - durch berufliche Belastungen, durch familiäre oder gesundheitliche Probleme ausgelöst. Weitere häufige Störfaktoren für einen gesunden Schlaf sind ein zu voller oder zu leerer Magen, Koffein- und Nikotingenuss, die falsche Nutzung des Schlafraumes sowie eine nicht an den Menschen angepasste Matratze. Häufig ist der Schlafraum auch zu warm, die Bettdecke darf nicht erdrücken - weder durch ihr Gewicht noch durch Wärmestau.


Empfehlungen für einen gesunden Schlaf

Vor dem Zubettgehen ist also unbedingt Entspannung angesagt! Es muss ganz bewusst für eine Ruhephase gesorgt werden, am besten eine halbe Stunde vor dem Zubettgehen. Diese Ruhephase sollte im Idealfall zu einem täglichen Ritual werden.

Deswegen (Schlafhygiene):

- Schlaftagebuch führen
- Bett nur zum Schlafen benutzen (keine Arbeit ins Schlafzimmer tragen)
- Entspannung, zum Beispiel ruhige Musik am Abend
- bewusste Entspannung herbeiführen, zum Beispiel progressive Muskelrelaxation
- Entspannungsbad (mildes Vollbad mit Lavendel oder Melisse)
- kein Kaffee
- kein Tabak
- abends Sorgen niederschreiben
- günstige Schlafumgebung schaffen (Raumtemperatur zwischen 16 und 18 Grad,
gut gelüfteter ruhiger Raum)
- kein Abendsport
- nächsten Tag schriftlich planen
- kleine Mahlzeiten für nachts
- abendlicht ein Glas Wasser im gleichmäßigen Schlucken leeren
(auslösen Ruhe-Reflex im Gehirn)
- Aktivitäten vorbereiten für den Fall, dass man nachts wach wird
- Schlafzeit versuchsweise vor- oder zurückverlegen (um etwa 30 Min.)
- Mittagsschlaf auslassen (nur bei Durchschlafstörung)


Chronische Schlafstörungen

Ab und zu nicht einschlafen zu können oder zwischendurch aufzuwachen, das ist ganz normal. Davon unterscheiden muss man Schlafstörungen, die zum Beispiel durch den Schichtdienst hervorgerufen werden. Ebenso davon sind chronische Schlafstörungen zu unterscheiden. Diesbezüglich beachten Sie bitte folgende Punkte:
Die Schlafstörungen treten wenigstens drei Mal pro Woche und mindestens einen Monat lang auf. Sie beschäftigen sich überwiegend mit ihren nächtlichen Schlafstörungen und empfinden während des Tages eine Sorge über deren negative Konsequenzen. Die unbefriedigende Schlafdauer und/oder Schlafqualität entwickelt entweder einen deutlichen Leidensdruck oder wirkt sich störend auf ihre soziale und berufliche Leistungsfähigkeit aus.

Wenn Sie diese Veränderung bei sich feststellen, wenden Sie sich bitte an ihren Hausarzt


Für einen guten Schlaf!

Dr. Heinsen

 
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