erhöhter Vitaminbedarf...
geschrieben von Dr. A. Heinsen
Es liegt oft nicht allein an zu wenig Gemüse und Obst!
Grosse Teile der Bevölkerung unterschreiten durch ihre Ernährung erheblich den Bedarf für Vitamine und Mineralstoffe. Nach der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten täglich fünf Portionen Obst (250g) und Gemüse (400g) verzehrt werden. Aber mehr als 2/3 der Bevölkerung schafft das nicht. Insgesamt schwächen wir hier unser Immunsystem und werden anfälliger für Erkrankungen.
Zusätzlich gibt es Risikofaktoren, die einen Mangel verstärken können, so dass eine Nahrungsergänzung, aber auch Behandlung mit Vitaminpräparaten sinnvoll ist.
Raucher haben einen deutlich erhöhten Vitamin-C-Bedarf. Ebenso wirken sich Stress, aber auch schwerwiegende chronische Erkrankungen auf den Verbrauch von Vitaminen und Spurenelementen negativ aus.
So sollten Diabetiker, die mit Metformin behandelt werden, auf ihren Vitamin-B12-Spiegel acht geben.* Wer regelmässig ASS (Acetylsalicylsäure) einnimmt, reduziert die Verfügbarkeit von Eisen, Folsäure und Vitamin C. Auch durch die wichtige Gruppe der blutdrucksenkenden ACE-Hemmer kann im Bereich des Spurenelementes Zink ein Mangel hervorgerufen werden.
Neben dem guten Angebot in Apotheken und Reformhäusern beiten wir in der Praxis die Therapie mit Medivitan@ (Kombination aus Vitamin B1, Vitamin B6 und Folsäure) und hochdosiertem Vitamin C (Pascorbin@) an.
* British Medical Journal, BMJ 2010; 340:c2181






