geschrieben von Dr. A. Heinsen
Was versteht man unter Blutdruck?
Blut fließt nicht, es wird gepumpt. Damit das Blut seiner Aufgabe nachkommen kann, unseren Körper mit Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen und Abfallprodukte abzutransportieren, wird es über das Gefäßsystem unseres Körpers gepumpt. der Antriebsmotor ist das Herz, das mit jedem Schlag das Blut durch die Adern pumpt und so einen Druck in unseren Adern aufbaut.
Mit der klassischen Blutdruckmessung nach Riva-Rocci und Korotkoff, wie Sie sie regelmässig bei Ihrem Hausarzt/ Ihrer Hausärztin erleben, wird seit mehr als 100 Jahren der Blutdruck gemessen. Bei dieser Messung werden die Geräuschphänomene von durchströmenden Blut genutzt, wenn die durchströmten Adern zusammengedrückt werden.
1. Messwert
Der Druck beim Zusammenziehen des Herzens nemmt man den systolischen Druck. Er ist der höhere der beiden Messwerte.
2. Messwert
Der diastolische Wert ist der Druck zwischen zwei Herschlägen, wenn das Herz nach dem Pumpvorgang erschlafft und sich wieder mit Blut füllt.
Ein normaler Blutdruck sollte um 130/85 mmHg liegen, wenn Sie ihn zu Hause messen. Beachten Sie dabei bitte die Regeln zum Blutdruckmessen. Für chronisch erkrankte Personen (Herzschwäche, Nierenerkrankung, Diabetes mellitus) gelten strengere Grenzwerte.
Bei einem Bluthochdruck wird auf Dauer der Richtwert von 140/90 mmHg überschritten. Für einen erhöhten Blutdruck lässt sich leider selten eine Ursache finden. Dennoch sollten Sie Ihren Hausarzt/ Ihre Hausärztin aufsuchen, da ein zu hoher Blutdruck auf jeden Fall behandelt werden sollte.
Mögliche Folgeerkrankungen eines zu hohen Blutdruckes sind der Herzinfarkt, eine Herzschwächung, der Schlaganfall, das Nierenversagen oder eine arterielle Verschlusskrankheit.
Auch kann Ihr Hausarzt/ Ihre Hausärztin Sie bezüglich möglicher Risikofaktoren (Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, erhöhter Alkoholkonsum, schädlicher Stress, übermäßiger Kochsalzverzehr) beraten.





